PRESS 
El Watan :: DernièreBrother’s Smahi & Friends au casif fusion entre orient et occidentMardi soir, une douce brise iodée souffle sur le Casif. Les gradins du théâtre se remplissent peu à peu et c’est un public très varié qui attend le concert. A 22h30, les Smahi et leurs amis investissent la scène. Ils sont six et ils sont pressés d’entamer un premier morceau. Le public, curieux, mettra plusieurs minutes avant de situer cette étrange musique. D’autant que les instruments de musique ne laissent rien présager. Mais les musiciens répondent très vite. Mike le pianiste compulse son clavier et en sort les sons les plus inattendus. Yahia explore les moindres recoins de sa derbouka. Rameshi l’Indien s’éclaire avec différentes percussions et plusieurs petits objets bruyants, insolites et exotiques. Chaouki expulse de douces complaintes de son luth. La basse est tantôt tendre, tantôt torride dans les mains de Christian. Harry libère un timbre cuivré de son saxophone. L’ambiance est spéciale : le Nord et le Sud se confondent. L’Orient et l’Occident fusionnent.
un effet surprenant
Les musiciens, complètement pris et épris de leur musique, s’échangent des regards et des sourires complices. Ils revisitent de célèbres morceaux du patrimoine algérien et arabe auxquels ils donnent une autre vie. Des dialogues s’établissent entre deux instruments, entre la derbouka et le public... Un seul chant jaillira de cette musique, celui de Lala Moulati, que Chaouki Smahi a relifté en version jazz. L’effet est surprenant, mais certainement pas déplaisant pour le public de plus en plus frappé par cette création insolite. Et il est encore plus étonné et ravi lorsque le même Chaouki attaque de plein front une nouba andalouse magnifiquement transfigurée et où interviendront les borborygmes de Rameshi l’indien. Les musiciens font preuve d’un doigté exceptionnel et finissent d’envoûter le public. Quelques jeunes se dérident et prennent possession de la piste pour laisser libre cours à leur tempérament ! Au total, une heure et demie de concert, et autant de surprise et d’enchantement. Les membres du Brother’s Smahi & Friends prouveront une fois de plus que la magie opérera toujours entre ces deux versants du globe et que l’entente peut être parfaitement fusionnelle lorsque les efforts sont déployés. Et comme la musique adoucit les mœurs, celle-ci en particulier pourrait bien adoucir les politiques à son passage !
http://www.elwatan.com/spip.php?page=article&id_article=2173 www.jazzzeitung.de/jazz/2002/10/kalender.pdf
Jazz meets North African RhythmsClick to read article
Morgenbrise in BangaloreAlgerien trifft Indien trifft Mariano – Weltmusik im ZPR-Reichenau
HANSJÖRG GASSER
Vor vielen Jahren spielte Charlie Mariano auf einem Musikfesti val in Leverkusen. Chaouki Smahi saß im Publikum, war begeistert und bat den Meister um seine Telefonnummer. Der gebürtige Algerier besuchte Mariano in dessen Wohnung in Köln und spielte ihm seine Kompositionen auf dem Oud vor, einer arabischen Laute. Seitdem treten sie als Gruppe "Nassim" (Morgenbrise) gemeinsam mit Chaoukis Bruder Yahia, einem Perkussionisten auf.
Vor noch mehr Jahren war Mariano mit der Münchener Gruppe "Embryo" auf Konzertour in Indien. Dort hörte er Konzerte des südinischen "Karnataka College of Percussion" (KCP), einer berühmten Trommelschule. Spontan wurden gemeinsame Auftritte organisiert, CDs eingespielt. Der Kontakt ist nie abgerissen. Vor einigen Jahren entstand daraus die Gruppe "Bangalore". Und so braucht es nicht zu verwundern, dass der Ausnahmesaxophonist an diesem Abend gemeinsam mit R.A. Ramamani und T.A. Mani, den Leitern des KCP, Ramesh Shotham, einem Schüler des KCP und den beiden algerischen Musikern auf der Bühne des Festsaals im Zentrum für Psychiatrie Reichenau steht. Veranstalter des Konzerts ist "Hand in Hand International", ein Konstanzer Verein, der sich für die Integration von Ausländern in Deutschland einsetzt und zugleich in der Entwicklungshilfe tätig ist. Dementsprechend bunt ist auch das Publikum im gut gefüllten Saal.
Erst spielen die zwei algerischen Musiker leise Weisen, die stark Anleihe nehmen an traditioneller nordafrikanischer Musik. Einfache, klare, metallische Trommelrythmen verbinden sich mit den sonoren Klängen des Oud, dessen Saiten lange nachschwingen und dadurch noch mehr an Wüstensand, wehende Gewänder und lange Karawanen denken lassen. Unter einigem Applaus betritt Mariano plötzlich im smaragdgrün schimmernden Hemd die Bühne.
Leise und fast unbemerkt springt er mit seinem Saxophon auf diesen sanft dahin gleitenden Orientexpress auf. Und dann stellt sich das für ihn typische Phänomen ein: Ohne ihn vorher vermisst zu haben, ist er plötzlich unentbehrlich, als hätte er immer schon dazugehört. – Das Saxophon, ein orientalisches Instrument!
Und so geht es fort. Den zweiten Teil des Konzerts eröffnen die drei indischen Musiker, im Zentrum die Sängerin R.A. Ramamani. Sie benutzt ihre Stimme wie ein Instrument. Zu Perkussionsbegleitung fügt sie mit unglaublicher Kraft lang anhaltende Töne zu Melodien, die in unkundigen Ohren erstmal wie Wehklagen klingen, jedenfalls ganz fremd und ungewohnt. Wieder betritt der Mann in Smaragd auf Leisen Sohlen die Bühne und spielt sein Instrument so nah und gekonnt an ihrer Stimme, als gelte es, sie auf einem Silbertablett zu servieren. Bemerkenswert auch der "Konnakkol", der indische Trommelgesang, bei dem Frau Ramamani hochkomplizierte Perkussionsfolgen vorsingt – exakt im Rythmus und in der rasenden Geschwindigkeit, in der sie hinterher von den Perkussionisten nachgespielt werden. – So ungewohnt und lustig muss Jodeln in indischen Ohren klingen. Schließlich kommen alle sechs Musiker auf der Bühne zusammen. Geige, Oud, südindische, algerische Perkussion legen sich übereinander, verschränken sich ineinander, es klingt weniger fremd, als jede einzelne Gruppe für sich. Und vor allem: Es klingt harmonisch zusammen. Das liegt nicht zuletzt am Saxophon Marianos, der sich mit einem 100-prozentigen Instinkt einfügt in das Klanggebilde, und das nie ohne ein Lächeln auf den Lippen.
|